Eine Brustwiederherstellung kann oft zeitgleich mit der Krebsoperation erfolgen. Die zeitgleiche Rekonstruktion nennt man‚Sofortrekonstruktion‘ (auch ‚Primärrekonstruktion‘). Mit dem Wiederaufbau ihrer Brust muss die Patientin also nicht mehr, wie früher üblich, einige Jahre warten. Wenn die operierte Brust aus verschiedenen Gründen erst später  wiederhergestellt wird, spricht man von ‚sekundärer Rekonstruktion‘, wobei der Zeitpunkt grundsätzlich frei wählbar ist. Eine Brustwiederherstellung kann entweder mit körpereigenem Gewebe oder mit Implantaten erfolgen.  Eigengeweberekonstruktionen können mit Lappenplastiken,mit Eigenfett oder mit einer im Operationssaal frisch  hergestellten Gelprothese aus körpereigenen, aktivierten Blutplättchen erfolgen. Mit Ausnahme der Gelprothese, die ausschließlich allein zum Einsatz kommt, werden oft Kombinationen der anderen Methoden eingesetzt, um optimale Ergebnisse zu erzielen. Das geschieht zumeist in 2 oder 3 Etappen, wobei die Hauptoperation der Volumenrekonstruktion gewidmet ist und die  nachfolgenden Operationen der Form- und Größenanpassung der gesunden Gegenseite, der  Wiederherstellung des Warzenhofes und letztendlich der endgültigen Formkorrektur/Angleichung beider Brüste dienen.