Brustrekonstruktion bei Brustkrebs und Hochrisiko Buch 2017

Die vorbeugende Brustentfernung bei Hochrisikopatientinnen muss radikal erfolgen. Das bedeutet, dass der/die Operateur/in darauf achten muss, dass möglichst das ganze Brustdrüsengewebe  entfernt wird. Der Hautmantel und die Brustwarze mit dem Warzenhof bleiben dabei vollständig erhalten, sind aber eher dünn. Je nach Größe der Brust kann……

Fotos und Beispiele finden Sie im Buch.

Brustrekonstruktion bei Brustkrebs und Hochrisiko Buch 2017

Für die Betroffene gilt genauso wie bei der Brustkrebspatientin, dass sie nach Erhalt des positiven Gentestes eine psychische Betreuung benötigt. Glücklicherweise besteht keine unmittelbare Lebensgefahr; dennoch muss sie die Entscheidung treffen, ob sie ihre Brüste vorbeugend entfernen lässt oder ob sie das lieber nicht tut. Wenn sie es nicht tut, besteht ja die Möglichkeit einer besonders engmaschigen Kontrolle, und es gibt sehr wohl Patientinnen, die sich lieber einige Male im Jahr genau untersuchen lassen als sich ihre Brüste entfernen zu lassen. Laut aktueller, wenn auch nicht sehr genauer Statistik unterlässt die große Mehrheit der positiv getesteten (80–90 %) Frauen die vorbeugende Brustentfernung.

Brustrekonstruktion bei Brustkrebs und Hochrisiko Buch 2017

Im Durchschnitt sind 5–10 % der an Brustkrebs erkrankten Frauen Trägerinnen von Genen, die zum Auftreten der Erkrankung geführt haben. Genträgerinnen werden auch als Hochrisikopatientinnen bezeichnet. Diese Bezeichnung wurde notwendig, weil in einem medizinischen Dokument einer Patientin eine genetische Erkrankung laut Gesetz nicht vermerkt werden darf.

Glücklicherweise bezahlen die Sozialversicherungen bei den betroffenen Frauen die vorbeugende Entfernung des Brustdrüsengewebes.

Die Brustrekonstruktion erfolgt immer zeitgleich mit der vorbeugenden Entfernung des Brustdrüsengewebes. Die Betroffene wacht also nach der  Vorbeugeoperation bereits mit der rekonstruierten Brust auf. Im Gegensatz zur Brustrekonstruktion bei Brustkrebs gibt es bei Brustrekonstruktionen nach der vorbeugenden Brustentfernung weder eine postoperative Chemotherapie noch eine postoperative Bestrahlung. Daher gibt es grundsätzlich auch keine Einschränkung bei der Wahl der Rekonstruktionsmethode.

Weitere Informationen finden Sie im Buch