Für die Betroffene gilt genauso wie bei der Brustkrebspatientin, dass sie nach Erhalt des positiven Gentestes eine psychische Betreuung benötigt. Glücklicherweise besteht keine unmittelbare Lebensgefahr; dennoch muss sie die Entscheidung treffen, ob sie ihre Brüste vorbeugend entfernen lässt oder ob sie das lieber nicht tut. Wenn sie es nicht tut, besteht ja die Möglichkeit einer besonders engmaschigen Kontrolle, und es gibt sehr wohl Patientinnen, die sich lieber einige Male im Jahr genau untersuchen lassen als sich ihre Brüste entfernen zu lassen. Laut aktueller, wenn auch nicht sehr genauer Statistik unterlässt die große Mehrheit der positiv getesteten (80–90 %) Frauen die vorbeugende Brustentfernung.